Otto-Guericke-Universität Magdeburg
01.01.2026 - 31.12.2028

HoPsy

HoPsy erschließt analytische Potenziale an der interdisziplinären Schnittstelle von Hochschulforschung und Gesundheitswissenschaft und stärkt durch eine differenziertere Befundlage zum gleichzeitigen Einfluss individueller und institutioneller Determinanten die Möglichkeit evidenzbasierter Steuerung durch die Hochschulen zur gesundheitssensiblen Weiterentwicklung von Hochschulstrukturen.

HoPsy

Kooperation

Teilprojekte und Partner*innen

01 Teilprojekt 1: Entwicklung eines Befragungsinventars (HoPsy-OVGU-Inventar)

Das Teilprojekt stellt ein getestetes Instrument zur standardisierten Befragung Studierender bezüglich ihrer psychischen Gesundheit und relevanter Resilienzfaktoren zur Verfügung.

Das Projekt entwickelt auf der Basis der vorgängigen Projektaktivitäten, insbesondere bestehend in einem Literaturreview und qualitativen Interviews ein Befragungsinventar zu den Determinanten der studentischen psychischen Gesundheit. Dieses wird in einem bundesweit durchgeführten Survey getestet und validiert. In der Folge steht zukünftig für bundesweite Studierendenbefragungen eine Item-Batterie zum Thema der psychischen Gesundheit sowie diesbezüglicher Risiko- und Resilienzfaktoren zur Verfügung.

Projektleitung

Prof. Dr. Philipp Pohlenz
philipp.pohlenz@ovgu.de

Projektmitarbeitende

  • Gunnar Voß (M.A.)
    gunnar.voss@ovgu.de
02 Teilprojekt 2: Qualitative Studie zur Studierendengesundheit (HoPsy-OVGU-Narrativ)

Das Teilprojekt HoPsy-OVGU-Narrativ wird mittels qualitativer Forschungsmethoden zur Identifikation wesentlicher Einflussfaktoren (wie Resilienz und Ressourcen etc.) und Kontextbedingungen der psychischen Gesundheit bzw. Krankheit Studierender aus Sicht unterschiedlicher Akteur*innen beitragen, um diese in die Entwicklung eines validierten Befragungsinventars einfließen zu lassen.

Das Teilprojekt HoPsy-OVGU-Narrativ verfolgt das Ziel, mittels eines vorgängigen Literaturreviewssozialkonstruktivistischer Annahmen und Nutzung qualitativer Forschungsmethoden (Baseline-Studie als exploratives Vorgehen mittels offener Leitfadeninterviews mit Studierenden, Expert*innenbefragungen und Fokusgruppen) zur Identifikation wesentlicher Einflussfaktoren und Kontextbedingungen der psychischen Gesundheit bzw. Krankheit Studierender aus Sicht unterschiedlicher Akteur*innen beizutragen, um diese in die Entwicklung eines Befragungsinventars einfließen zu lassen. Am Ende der qualitativen Baseline-Studie steht ein gesättigtes Verständnis psychischer Gesundheit im Hochschulalltag und Studienverlauf, welches insbesondere die subjektiven Theorien, Deutungsmuster, Strukturzusammenhänge und sozialen Positionierungen Studierender in den Blick nimmt. Die Projektstränge der drei Teilprojekte sind systematisch aufeinander bezogen und das TP HoPsy-OvGU-Narrativ  wird mittels kognitiver Interviews nach der Erarbeitung des quantitativen Befragungsinventars sicherstellen, dass die Fragebogenitems auch in der intendierten Weise verstanden werden (Nachfragen zum Verständnis der Frage; zur Wahl der Antwort; zum Besitz der relevanten Informationen etc.),   um damit zur Validierung des Befragungsinstrumentes beizutragen. So wird eine kontextsensible und empirisch fundierte Optimierung des Instruments angestrebt. Die empirischen Forschungsergebnisse sollen für die Weiterentwicklung von Hochschulsteuerung und Unterstützungspraxis nutzbar gemacht werden. Zu diesem Zwecke werden die Analyseergebnisse im Format von „Design-Thinking-Workshops“ mit einschlägigen Akteur*innen aus der Praxis der Hochschulentwicklung (Hochschulverwaltungen, Lehrende, Gremienmitglieder, Beratungsstellen, Studierende) prozessiert und für die gemeinsame Entwicklung von Materialien zur Verbesserung dieser Praxis (Handreichungen, Empfehlungen in verschiedenen Formaten) genutzt.

Projektleitung

Prof. Dr. Heike Ohlbrecht
heike.ohlbrecht@ovgu.de

Projektmitarbeitende

  • Stephan Weihrauch (M.A.)
    stephan.weihrauch@ovgu.de
03 Teilprojekt 3: Mapping und Erweiterung der quantitativen Evidenzlage und interdisziplinärer Praxistransfer (HoPsy-MLU)

Das Teilprojekt HoPsy-MLU erschließt mittels eines Scoping Reviews sowie quantitativer Forschungsmethoden die Wechselwirkungen zwischen individuellen und strukturellen Determinanten der psychischen Gesundheit bzw. Krankheit Studierender und leitet im Verbundprojekt die Transfer- und Disseminationsaktivitäten, welche die Projektergebnisse nachhaltig und anwendungsorientiert an relevante Stakeholder multiplizieren. 

Das Teilprojekt HoPsy-MLU hat das Ziel, die vorhandene Evidenz quantitativer Forschungsarbeiten zur Bedeutung individueller und institutioneller Determinanten für die psychische Gesundheit Studierender sowie deren gegenseitige Wechselwirkungen systematisch zu bündeln sowie zu erweitern. Zu Beginn erfolgt ein Scoping Review, welches die bisherigen quantitativen Forschungsbefunde zur psychischen Gesundheit Studierender im Kontext Hochschulsetting sowie ihrer individuellen Faktoren sammelt. Nachfolgend schließt sich eine Sekundäranalyse an, wobei die Befundlage um explorative Analysen zu Wechselwirkungen zwischen individuellen Risiko- und Resilienzfaktoren und kontextuellen Merkmalen der Hochschulen in Bezug auf die psychische Gesundheit Studierender ergänzt werden. Die Resultate jener quantitativen Datenauswertung ergeben ein umfassendes Bild über die Interaktionen von Einflüssen auf der Mikro- und Mesoebene, welches in neuen Erkenntnissen für die Entwicklung des Befragungsinventars münden wird. In der Endphase des Verbundprojektes widmet sich HoPsy-MLU der Planung und Umsetzung von Transfer- und Disseminationsaktivitäten. In diesen werden die Ergebnisse vorheriger Arbeitsschritte des Verbundprojektes sowie der Design-Thinking-Workshops gebündelt. Die Transferaktivitäten zielen auf die Sicherstellung einer nachhaltigen Berücksichtigung der Projektergebnisse ab, wodurch sowohl die Stärkung psychischer Gesundheit als auch Unterstützungsmechanismen bei psychischen Belastungen Studierender im mehrdimensionalen Hochschulsetting robust umgesetzt werden können. Die Wissenschaftskommunikation erfolgt anhand verschiedener multimedialer Kanäle. Im Zuge dessen werden diverse Formate entworfen. Hierzu zählen z.B. die Erstellung von Leitlinien für ein nachhaltiges Qualitätsmanagement, die Konzeption von Weiterbildungen für Stakeholder sowie die Entwicklung eines Visibility-Konzeptes via Social-Media-Präsenz.

Projektleitung

Vertr. Prof. Dr. Irene Moor
irene.moor@medizin.uni-halle.de

Projektmitarbeitende

  • Tobias Gütter (M.Sc.)
    tobias.guetter@uk-halle.de

Kooperierende Institutionen

Kontakt

Prof. Dr. Philipp Pohlenz

Konsortialführung

Otto-Guericke-Universität Magedeburg

Professor für Hochschulforschung und Professionalisierung der akademischen Lehre

+49 391 67-56818

philipp.pohlenz@ovgu.de

Otto-Guericke-Universität Magdeburg

Weiterführende Projektinformation

HoPsy

Website

Projekte

Weitere MINDS Projekte

  • Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
    UNIFY Team UNIFY Team

    UNIFY

    UNIFY untersucht und fördert die psychische Gesundheit von Studierenden an drei Hochschulstandorten mittels eines Mixed-Methods-Ansatzes, um evidenzbasierte, skalierbare Maßnahmen und einen nachhaltigen Kulturwandel in Hochschulen zu etablieren.

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  • Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

    StaR_MHI

    StaR_MHI ist ein dreigliedriges Verbundprojekt aus dem Expert*inennetzwerk des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG), der Universitätsmedizin Halle, dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR), des Deutschen Jugendinstituts e. V., des Klinikums der LMU München, der Charité Universitätsmedizin Berlin, des Universitätsklinikums Jena, dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim, dem Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund, dem Institut für Psychologie sowie dem studentischen Gesundheitsmanagement der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und verfolgt das Ziel, Prädiktoren der psychischen Gesundheit Studierender zu identifizieren, hochfrequent längsschnittlich zu validieren und geeignete Interventionsplattformen der interdisziplinären Unterstützung und Begleitung zu adaptieren und weiterzuentwickeln.

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  • Universität Duisburg-Essen

    PsychKOMPASS

    PsychKOMPASS analysiert bundesweit die psychosozialen Beratungsangebote für Studierende, identifiziert Bedarfe und Barrieren und entwickelt darauf aufbauend evidenzbasierte, praxisnahe Empfehlungen zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Angebote an Hochschulen und Studierendenwerken.

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  • Universität Bremen

    CAMPUS

    Das aus dem Projekt resultierende CAMPUS-Framework umfasst Handlungsempfehlungen für Hochschulen, die aus der systematischen Erforschung von Risiko- und Resilienzfaktoren auf der individuellen Ebene als auch der strukturellen hochschulischen Kontextebene basieren.

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  • Universität Kassel

    GesundStudiPro

    Bevölkerungsrepräsentative Analysen zur Gesundheit bei Studierenden im Vergleich zu gleichaltrigen Nicht-Studierenden.

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  • Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

    StuPsy

    Das Projekt erforscht die Entwicklung, Determinanten und Effekte psychischer Gesundheit über den Studien- und Promotionsverlauf.

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  • Technische Universität Braunschweig Das Bild stellt das Logo des Projekts ist mit dem Schriftzug "Gesund und erfolgreich studieren" dar. Links daneben ist ein offenes Buch mit einer kreisförmien Darstellung in orange und grün abgebildet.

    GesA Stud

    GesA Stud entwickelt und evaluiert niedrigschwellige, personalisierte Maßnahmen zur Förderung der Studierendengesundheit und zur nachhaltigen Steigerung des Studienerfolgs.

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