Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
01.01.2026 - 30.06.2028

StaR_MHI

StaR_MHI ist ein dreigliedriges Verbundprojekt aus dem Expert*inennetzwerk des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG), der Universitätsmedizin Halle, dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR), des Deutschen Jugendinstituts e. V., des Klinikums der LMU München, der Charité Universitätsmedizin Berlin, des Universitätsklinikums Jena, dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim, dem Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund, dem Institut für Psychologie sowie dem studentischen Gesundheitsmanagement der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und verfolgt das Ziel, Prädiktoren der psychischen Gesundheit Studierender zu identifizieren, hochfrequent längsschnittlich zu validieren und geeignete Interventionsplattformen der interdisziplinären Unterstützung und Begleitung zu adaptieren und weiterzuentwickeln.

StaR-MHI

Kooperation

Teilprojekte und Partner*innen

01 AP1.1 Risko- und Schutzfaktoren psychischer Gesundheit bei Studierenden im längsschnittlichen Verlauf: Evidenzsynthesen zum aktuellen Stand der Forschung

Das psychische Wohlergehen von Studierenden ist ein hochschul- und wissenschaftspolitisch hoch relevantes Thema. In den letzten Jahren war bei Studierenden in Deutschland eine substanzielle Verschlechterung des psychischen Wohlergehens zu beobachten, insbesondere in Bezug auf Belastung durch depressive und Angstsymptomatik sowie allgemeines Belastungserleben. Angesichts globaler Polykrisen und gesellschaftlicher Herausforderungen hält diese Entwicklung auch nach Abklingen der Pandemie weiterhin an und zeigt deutlichen Handlungsbedarf auf, Risikofaktoren für ungünstige Verläufe psychischer Gesundheit bei Studierenden zu reduzieren und Schutzfaktoren zu fördern. Die umfassende Identifizierung und methodisch hochwertige Synthese der aktuellen Forschungsdaten (Evidenz) zu Risiko- und Schutzfaktoren psychischer Gesundheit bei Studierenden ist notwendig, um angesichts begrenzter Ressourcen die Entwicklung zielgruppengerechter wirksamer Interventionen auf individueller, gesellschaftlicher und organisationaler Ebene zu ermöglichen.

Das vorliegende Projekt wird gemeinsam mit Studierenden, Universitätsbeschäftigten und psychosozialen BeraterInnen konzipiert. Umfassende Evidenzrecherchen, u.a. in resiMETA, einer Datenbank zu verlaufsbasierter Resilienzforschung, werden durchgeführt, um relevante längsschnittlichen Studien zu finden, die bei Studierenden den Einfluss individueller, gesellschaftlicher oder organisationaler Faktoren auf die mentale Gesundheit nach Stressbelastung untersuchen. Die Evidenz wird mittels eines validierten Ratingschemas bewertet und integriert (vgl. Schäfer et al., 2024). Dabei wird erfasst, welche Risiko- und Schutzfaktoren die Veränderungen der mentalen Gesundheit bei Stressbelastung beeinflussen.

Projektleitung

Prof. Dr. Klaus Lieb
sarah.schaefer@lir-mainz.de

Projektmitarbeitende

  • Dr. Jutta Stoffers-Winterling (Leitung)
  • Prof. Dr. Sarah K. Schäfer (Leitung)
  • Natalie Schöllner (M.Sc.)
  • Dr. Jan Broll

Kooperierende Institutionen

02 AP 1.2 Analysen versorgungsnaher Daten/ Krankassenroutinedaten zu Inanspruchnahmeprävalenzen und Institutionen

Als Teilprojekt des Verbundprojektes Students at Risk for Mental Health Issues (StaR_MHI) zielt AP 1.2 darauf ab, anhand versorgungsnaher Daten des FDZ Gesundheit am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen initialen Überblick über Prävalenzen psychischer Erkrankungen bei Studierenden, Häufigkeiten der Inanspruchnahme assoziierter Versorgungsleistungen sowie beteiligter Institutionen des Gesundheitssystems (Leistungserbringer) zu generieren. Dabei sollen auch Entwicklungen genannter Informationen im Zeitverlauf beobachtet sowie eingeordnet werden, z.B. im Hinblick auf gesundheitspolitische und gesellschaftliche Kontexte. Die Analysen erlauben weiterhin die Identifikation möglicher Unterschiede anhand soziodemografischer Daten und weiterer gesundheits- bzw. behandlungsbezogener Faktoren, wie angewandter Medikation und dem Bestehen weiterer Diagnosen, was der Identifikation vulnerabler Gruppen dienen soll. Zudem können - bei Vergleich mit Panelstudien sowie den Ergebnissen der anderen StaR_MHI-Arbeitspakete - ggf. auch nicht gedeckte Versorgungsbedarfe in großen Populationen identifiziert werden. Auch können die Institutionen des Gesundheitssystems ermittelt werden, über die Studierende Kontakt zum Gesundheitssystem haben und die damit Ansatzpunkte zur Sekundärprävention bieten.

Projektleitung

PD Dr. Hauke Wiegand, MD/PhD
psychiatrie@uk-halle.de

Projektmitarbeitende

  • Dennis Jepsen (M.A.)

Kontakt

Prof.Dr. Stefan Watzke

Konsortialführung StaR_MHI

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

psychiatrie@uk-halle.de

Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Weiterführende Projektinformation

StaR_MHI

Website

Projekte

Weitere MINDS Projekte

  • Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
    UNIFY Team UNIFY Team

    UNIFY

    UNIFY untersucht und fördert die psychische Gesundheit von Studierenden an drei Hochschulstandorten mittels eines Mixed-Methods-Ansatzes, um evidenzbasierte, skalierbare Maßnahmen und einen nachhaltigen Kulturwandel in Hochschulen zu etablieren.

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  • Universität Duisburg-Essen

    PsychKOMPASS

    PsychKOMPASS analysiert bundesweit die psychosozialen Beratungsangebote für Studierende, identifiziert Bedarfe und Barrieren und entwickelt darauf aufbauend evidenzbasierte, praxisnahe Empfehlungen zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Angebote an Hochschulen und Studierendenwerken.

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  • Universität Bremen

    CAMPUS

    Das aus dem Projekt resultierende CAMPUS-Framework umfasst Handlungsempfehlungen für Hochschulen, die aus der systematischen Erforschung von Risiko- und Resilienzfaktoren auf der individuellen Ebene als auch der strukturellen hochschulischen Kontextebene basieren.

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  • Otto-Guericke-Universität Magdeburg

    HoPsy

    HoPsy erschließt analytische Potenziale an der interdisziplinären Schnittstelle von Hochschulforschung und Gesundheitswissenschaft und stärkt durch eine differenziertere Befundlage zum gleichzeitigen Einfluss individueller und institutioneller Determinanten die Möglichkeit evidenzbasierter Steuerung durch die Hochschulen zur gesundheitssensiblen Weiterentwicklung von Hochschulstrukturen.

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  • Universität Kassel

    GesundStudiPro

    Bevölkerungsrepräsentative Analysen zur Gesundheit bei Studierenden im Vergleich zu gleichaltrigen Nicht-Studierenden.

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  • Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

    StuPsy

    Das Projekt erforscht die Entwicklung, Determinanten und Effekte psychischer Gesundheit über den Studien- und Promotionsverlauf.

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  • Technische Universität Braunschweig Das Bild stellt das Logo des Projekts ist mit dem Schriftzug "Gesund und erfolgreich studieren" dar. Links daneben ist ein offenes Buch mit einer kreisförmien Darstellung in orange und grün abgebildet.

    GesA Stud

    GesA Stud entwickelt und evaluiert niedrigschwellige, personalisierte Maßnahmen zur Förderung der Studierendengesundheit und zur nachhaltigen Steigerung des Studienerfolgs.

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Aktuelles

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    Mental gesund studieren - Wissenschaftliches Begleitprojekt MINDS erfolgreich gestartet

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